Zweiundzwanzigster Vortrag
Nun haben wir außer dem physischen Leib dann den Ätherleib (siehe Zeichnung Seite 197, schraffiert). Dieser Ätherleib des Menschen ist in wachem Zustande ja fortwährend den Wirkungen unterworfen, welche vom Ich, das sich in der Welt betätigt, und vom astralischen Leibe, der mit diesem Ich in Verbindung steht, ausgehen. Während des wachen Zustandes sehen wir stets die aufleuchtenden und sich abdämpfenden Farben und die anderen Tingierungen, die im astralischen Leibe stattfinden und in den Ätherleib hinüberschlagen, und wir sehen eigentlich während des Wachzustandes den Ätherleib sich anpassen an den astralischen Leib. Wir sehen aber auch das, was das Ich durch seine Gestaltung ist, hereinschlagen in den Ätherleib. Kurz, wir sehen während des wachen Zustandes ein Spielen des Ich und des astralischen Leibes im Ätherleib. Während des Schlafes, da ist der Mensch als Ich und als astralischer Leib außerhalb des Ätherleibes. Da spielt der astralische Leib mit seiner Tingierung, das Ich mit seiner Gestaltung nicht herein in den Ätherleib. Da ist der Ätherleib seiner eigenen Gestaltung überlassen. Und diese eigene Gestaltung, sie drückt sich dadurch aus, daß der Ätherleib in einer ganz großartigen Weise sich während des Schlafes gestaltet als ein Abbild des Universums.
Cite:
GA 208/1921-11-13/p020 · edition original