Zweiundzwanzigster Vortrag
Wir sehen also: für das Ich und den astralischen Leib auf der einen Seite, für den physischen Leib und den Ätherleib auf der anderen Seite ist das Verhältnis so, daß sie im Schlafe nicht zusammenwirken, vom Aufwachen bis zum Einschlafen aber zusammenwirken. Ein Wechselverhältnis findet statt, eine Art Pendelschlag zwischen Zusammenwirken und Nichtzusammenwirken. Aber auch da ist es so, daß in dem Augenblicke, wo beim Aufwachen das Ich und der astralische Leib heranschlagen an den physischen Leib und den Ätherleib, und in dem Augenblick, wo sie beim Einschlafen wiederum sich herausziehen, daß da eine Wechselwirkung stattfindet, welche von einem Bewußtsein geregelt wird, zu dem der Mensch auch nicht mit seinem für die wache Betätigung geeigneten Bewußtsein herankommt. Der Mensch kann ja in einer gewissen indirekten Weise auf das Aufwachen und Einschlafen einen Einfluß haben. Aber jene feinen, intimen Vorgänge, die sich abspielen zwischen dem Ich und dem astralischen Leib einerseits und dem physischen und ätherischen Leib andererseits beim Einschlafen und beim Aufwachen, für diese intimeren Vorgänge hat das menschliche Bewußtsein keine Fähigkeit des Wahrnehmens.
Cite:
GA 208/1921-11-13/p029 · edition original