Zweiundzwanzigster Vortrag
Verdunkelnd gegenüber diesen tiefen Wahrheiten wirkt der ahrimanische Geist, der auch in die Religionsbekenntnisse der neueren Zeit eingezogen ist. An denen, die sich ehrlich, aber auch mit einiger Energie zur anthroposophischen Anschauung bekennen, sollte es sein, in diesen Dingen nicht nur ein äußerliches, intellektualistisches Hinneigen zu den Weistümern zu empfinden, welche diese Anthroposophie bringen kann, sondern eine wirkliche innere Energie, eine Gefühls- und Willensenergie zu entwickeln, welche sich verbindet mit dem, was der Geist aus der geistigen Welt heraus durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft erfassen kann. Das, meine lieben Freunde, soll eben zu gleicher Zeit eine Anleitung dafür sein, wie unterschieden werden muß das, was auch in dem traditionellen Fortleben von religiösen Bildern und religiösen Kultbildern enthalten ist, von dem, wie heute manchmal diese religiösen Bilder und diese religiösen Kulte gehandhabt werden.
Cite:
GA 208/1921-11-13/p049 · edition original