Neujahrsbetrachtung

GA 210/1922-01-01/p024 ·1922-01-01 · original (original)
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Wenn wir den Menschen in bezug auf sein Geistiges betrachten, das heißt in bezug auf jenen Wechselzustand zwischen Wachen und Schlafen, der ja für das physische Erdendasein das Geistige des Menschen offenbart, so müssen wir sagen, beim Aufwachen wirkt am meisten das Ahrimanische; umgekehrt beim Einschlafen wirkt am meisten das Luziferische. Der Mensch wird aus dem Untergetauchtsein in das Physisch-Leibliche in den freien geistig-seelischen Zustand hinübergetragen. Er wird in einen Zustand hinübergetragen, in dem er nicht mehr in ahrimanischen Begriffen denkt, sondern nur in den Bildern, welche die scharfen, ahrimanischen Begriffskonturen auflösen, welche alles verweben und verschwimmen lassen. Er wird in einen Zustand versetzt, wo dieses In-Bildern-Verschwimmen das Normale ist. Kurz, wir können sagen: Es trägt uns von dem Schlafzustande in den Wachzustand hinein in berechtigter Weise das Ahrimanische, es trägt uns aus dem Wachzustand in den Schlafzustand hinein in berechtigter Weise das Luziferische.

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Cite: GA 210/1922-01-01/p024 · edition original