Neujahrsbetrachtung

GA 210/1922-01-01/p026 ·1922-01-01 · original (original)
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Und wiederum: Wenn das Luziferische in unberechtigter Weise im Menschen wirkt, so wird der Mensch zu viel von seinem Wachleben in das Schlafleben hineintragen. Es werden im Schlafesleben Träume auftauchen, die zu viel Reminiszenzen an das Tagesleben sind. Diese werden wiederum zurückwirken auf das Wachleben und dieses in eine ungesunde Mystik hineintreiben. Man sieht, überall ist es im Leben so, daß der Gleichgewichtszustand des Menschen durch die beiden Polaritäten, durch das Luziferische und das Ahrimanische, hervorgebracht werden muß, daß aber Abirrungen stattfinden können. Man wird erst eine Leibeslehre - wie ich schon angedeutet habe — mit einer richtigen Gesundheits- und Krankheitslehre haben, wenn man überall diese Polarität im Leibesleben finden kann. Man wird erst eine Psychologie haben, wenn man in der Lage sein wird, im Seelischen diese Polarität zu sehen.

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