Dritter Vortrag

GA 212/1922-05-05/p004 ·1922-05-05 · original (original)
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Mit dem Wollen ist es so, daß dasjenige, was eigentlich in unserem Inneren vorgeht, wenn wir einen Willensimpuls haben, uns so unbekannt bleibt wie das, was wir verschlafen. Klar ist von dem, was beim Wollen vor sich geht, eben nur der Gedanke, der den Zweck einer Willenshandlung in sich hat. Es ist dann die Anschauung etwa unserer Bewegung oder desjenigen, was durch unser Wollen äußerlich geschieht, wieder vor unserer Seele, in unserem Bewußtsein. Aber das, was, sagen wir, im Bein oder im Arm vor sich geht, während wir das Bein heben, mit dem Bein ausschreiten wollen, oder während wir den Arm heben wollen, das ist etwas, was so unbewußt bleibt wie dasjenige, was sich abspielt zwischen Einschlafen und Aufwachen. So daß wir, auch während wir wachen, schon gleichzeitig in einem gewissen Sinne diese drei Zustände des Bewußtseins erleben: Wachen, Träumen, Schlafen.

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