Achter Vortrag

GA 212/1922-05-28_02/p015 ·1922-05-28 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Es ist gleichgültig, ob wir mit den Alten sprechen von den vier Elementen: Erde, Wasser, Feuer, Luft, oder ob wir mit den Neueren sprechen von den festen Körpem, von den flüssigen Körpern, von den luftförmigen Körpern und dem Wärmezustand, wenn wir ganz physikalisch reden wollen, es ist gleichgültig, welche Namen wir diesen Dingen geben für den Zweck, den wir heute verfolgen. Denn wenn heute geredet wird von der äußeren Welt, von dem Festen, dem Flüssigen, dem Luftförmigen, so redet man eben im Sinne der äußeren Stoffzusammensetzung, Stoffentmischung, Stofftrennung und so weiter. Aber festzuhalten ist, daß allem festen Irdischen ein elementarisch Geistiges zugrunde liegt. Es mag der heutige aufgeklärte Mensch lachen, wenn erinnert wird daran, daß eine ältere Menschheit in allem Erdigen Gnomenhaftes gefunden hat. Allein gerade wenn wir wiederum Erkenntnisse gewinnen auf dem Weg des Einlebens in den Rhythmus der Welt, nicht bloß in den logisch-abstrakten Gedankenzusammenhang, dann entdecken wir in dem Fest-Irdischen wiederum jene elementarischen Wesenheiten, welche in allem Festen enthalten sind. Diese elementarischen Wesenheiten, die in dem Festen, Erdigen enthalten sind, bei denen ist das hervorstechendste Element gerade die Klugheit, die Schlauheit, die Listigkeit, die einseitige Ausbildung des Intellekts. Man möchte sagen: Im Festen, Erdigen leben geistig-elementarische Wesenheiten, die gescheiter sind als die Menschen, viel gescheiter. Die im intellektualistischen Sinne gescheitesten Menschen sind nicht so gescheit wie diejenigen Wesen, welche als übersinnliche das feste Irdische, das feste Erdenreich bewohnen. Man möchte sagen: diese Wesen bestehen nur aus Gescheitheit. So wie der Mensch aus Fleisch und Blut besteht, so bestehen diese Wesen eben aus Gescheitheit, aus Übergescheitheit. Und diese Wesenheiten haben noch das Eigentümliche, daß bei ihnen vorzugsweise die Vielheit herrscht. Wenn man in der Lage ist, sagen wir, gerade ein geeignetes Erdenelement daraufhin zu prüfen, was da an solchen elementarischen Klugheitswesen drinnen läuft: man kann es wie einen Schwamm auspressen, möchte ich sagen, geistig-seelisch gemeint, dann kommen sie heraus, diese Wesen. Sie nehmen gar kein Ende. Eine ungeheure Fülle ist darin.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/212/1922-05-28_02/p015.json
Cite: GA 212/1922-05-28_02/p015 · edition original