Zweiter Vortrag
In den Zeiten des älteren atavistischen Hellsehens haben die Menschen versucht, die Inspirationen, die sie hatten, in geistiger Weise hinzustellen in tierischen Formen; zum Beispiel die Sphinx hat ihre Form dadurch, daß sie eigentlich etwas nachbilden soll, was man inspiriert gesehen hat. Wir haben es also schon mit übermenschlichen Wesenheiten zu tun, wenn wir von tierischen Formen in der rein geistigen Welt sprechen. Während der Zeit des atavistischen Hellsehens, wie es noch vorhanden war in den ersten vier christlichen Jahrhunderten, also jedenfalls noch zur Zeit des Mysteriums von Golgatha, da war es nicht bloß eine äußerlich stroherne Symbolik, sondern ein wirklich inneres Wissen, das höhere geistige Wesenheiten, die zugänglich werden der Inspiration, in tierischen Formen ausdrückte.
Cite:
GA 214/1922-07-28/p036 · edition original