Fünfter Vortrag

GA 214/1922-08-05/p004 ·1922-08-05 · original (original)
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Diese Gedankenbilder sind stärker, ihr Nachklingen ist auch ein intensiveres als das der bloßen Sinnesnachbilder; aber es ist im Grunde genommen eben doch nur eine höhere Stufe. Diese Gedankennachbilder würden aber dennoch verklingen, so wie die Sinnesnachbilder verklingen, wenn sie nur als Gedankenbilder erregt würden. Das ist aber gar nicht der Fall. Denn der Mensch hat ja nicht nur seinen Kopf, sondern auch seinen übrigen Organismus, der nun doch etwas ganz anderes als der Kopf ist. Der Kopf ist eigentlich vorzugsweise ein Nachbild dessen, was mit dem Menschen geschieht, bevor er aus der geistigen Welt in die physische Welt durch die Geburt oder Empfängnis heruntergestiegen ist. Er ist viel mehr physisch als der übrige Organismus. Der übrige Organismus ist weniger physisch entwickelt als der Kopf, und man könnte sagen: Das Geistige ist eigentlich im Kopfe nur wie ein Bild vorhanden, während es für den übrigen Organismus geistig stark ist. Sie haben einen stark physischen Kopf, plastisch ausgebildet; da ist wenig Geist darinnen im spirituellen Sinne. Und Sie haben einen Organismus, der ist physisch nicht stark ein Nachbild desjenigen, was der Mensch war vor der Geburt, vor dem Heruntersteigen, aber das Geistige ist im übrigen Organismus stärker. Beim Kopfe ist mehr das Physische, bei dem übrigen Organismus mehr das Geistige ausgebildet.

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