Fünfter Vortrag

GA 214/1922-08-05/p017 ·1922-08-05 · original (original)
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Man muß sich schon sagen: Die Menschheit macht eine Entwickelung durch. Und wie der Paulus sprechen durfte von dem alten Adam und von dem neuen Adam, von dem Christus, so darf das in gewissem Sinne der moderne Mensch auch; nur muß er sich klar sein darüber, daß der Mensch, der noch das alte Bewußtsein in sich hatte, sich durch den Christus aufgehoben fühlte, daß der neuere Mensch sich durch den Christus vor dem Hinausschnellen in das Wesenlose der bloßen Abstraktion, des bloßen Intellektualismus geschützt wissen soll. Der moderne Mensch braucht den Christus, um seine in die Weiten gehende Sünde zu dem zu machen in sich, was wiederum gut werden kann. Und der Gedanke wird dadurch gut, daß er sich wiederum mit der wirklichen Realität, mit der geistigen Realität verbinden kann. So gibt es gerade für denjenigen, der die Geheimnisse des Weltenalls durchschaut, durchaus die Möglichkeit, den Christus auch in die allermodernste Bewußtseinsentwickelung hineinzustellen.

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