Sechster Vortrag

GA 214/1922-08-06/p014 ·1922-08-06 · original (original)
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Das ist dasjenige, was sich die Menschheit seit der Galilei-Kopernikus-Zeit errungen hat als eine bestimmte Art des Denkens, die erstens darstellt, daß man mit ihr nur die leblose, die unorganische Natur begreifen kann, daß man auf der anderen Seite aber, indem man sich diesem Denken zunächst als dem einfachsten und primitivsten reinen Denken hingibt, in ihr zuerst entfalten kann die Freiheit der menschlichen Seele, die Freiheit des Menschen überhaupt. Erst wer die Natur des gegenständlichen Denkens mit seiner Durchsichtigkeit, wie sie in der leblosen Natur waltet, durchschaut, kann dann aufsteigen zu den anderen Prozessen des Denkens und Anschauens, zu demjenigen, was das Denken durchsetzt mit Anschauen: mit Imagination, mit Inspiration, mit Intuition.

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