Sechster Vortrag

GA 214/1922-08-06/p020 ·1922-08-06 · original (original)
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Ich habe vor einiger Zeit — unmittelbar nach dem Erscheinen von Oswald Spenglers Buch - unter dem Eindruck der Wirkung, die Spenglers Buch gemacht hat, an der Technischen Hochschule in Stuttgart einen Vortrag gehalten über Anthroposophie und die technischen Wissenschaften, um da zu zeigen, wie gerade im Untertauchen in die Technik der Mensch diejenige Konfiguration seines Seelenlebens entwickelt, die ihn dann frei macht. So daß er dadurch, daß er in der maschinellen Welt alle Geistigkeit ausgelöscht erlebt, den Antrieb erhält — gerade innerhalb der maschinellen Welt -, durch inneres Aufraffen die Geistigkeit aus seinem Inneren zu holen; so daß derjenige, der heute das Darinnenstehen der Maschine in unserer ganzen Zivilisation begreift, sich eben sagen muß: Diese Maschine mit ihrer impertinenten Durchsichtigkeit, mit ihrer brutalen, schauderhaften, dämonischen Geistlosigkeit, zwingt den Menschen, wenn er sich nur selber versteht, aus seinem Inneren herauszuholen diejenigen Keime von Spiritualität, die in ihm sind. Durch den Gegensatz zwingt die Maschine den Menschen, spirituelles Leben zu entwickeln.

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