Sechster Vortrag

GA 214/1922-08-06/p022 ·1922-08-06 · original (original)
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Spengler stellt am Schlusse seines Werkes eine Betrachtung an über die Maschine. Nun, das, was Sie da lesen über die Maschine, das klingt zuletzt aus in einer Art Verherrlichung der Furcht vor der Maschine. Dasjenige, was über die Maschine gesagt wird, ist geradezu etwas, was man empfinden kann als den Gipfelpunkt des Aberglaubens des modernen Menschen gegenüber der Maschine, die er dämonisch empfindet, wie gewisse Menschen abergläubischer Art die Dämonen empfinden. Er schildert die Erfinder der Maschine; er schildert, wie nach und nach die Maschine heraufgekommen ist, wie nach und nach die Maschine die Zivilisation ergriffen hat. Er schildert die Menschen, in deren Zeitalter die Maschine eingetreten ist: «Aber für sie alle bestand auch die eigentlich faustische Gefahr, daß der Teufel seine Hand im Spiele hatte, um sie im Geist auf jenen Berg zu führen, wo er ihnen alle Macht der Erde versprach. Das bedeutet der Traum jener seltsamen Dominikaner wie Petrus Peregrinus vom perpetuum mobile, mit dem Gott seine Allmacht entrissen gewesen wäre. Sie erlagen diesem Ehrgeiz immer wieder; sie zwangen der Gottheit ihr Geheimnis ab, um selber Gott zu sein.»

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Cite: GA 214/1922-08-06/p022 · edition original