Siebenter Vortrag

GA 214/1922-08-09/p039 ·1922-08-09 · original (original)
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Aber das ist nun bei solchen Menschen wie Oswald Spengler wiederum nicht der Fall. Die können die Gedanken ausbilden. Und dadurch ist Spengler ein geistreicher Mann, er hat die Gedanken. Aber diese Gedanken, die der Mensch haben kann, die werden erst etwas, wenn sie einen geistigen Inhalt bekommen. Dazu braucht man einen geistigen Inhalt. Man braucht den Inhalt, den Anthroposophie geben will; sonst hat man Gedanken, aber man weiß nichts damit anzufangen. Es ist mit den Spenglerschen Gedanken wirklich so — ja, fast möchte ich sagen, ein unmögliches Bild kommt einem — wie bei einem Mann, der gelegentlich einer zukünftigen Verheiratung mit einer Dame sich alle möglichen wunderschönen Gewänder, nicht für sich, sondern für die Dame angeschafft hat, und nun entläuft sie ihm vor der Verheiratung, und er hat nun alle diese Gewänder, aber er hat niemanden, der sie anziehen soll!

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