Elfter Vortrag
Das ist dasjenige, was natürlich die Menschheit nicht so ohne weiteres aufnimmt, daß man vom irdischen Standpunkte aus jemanden einen großen Geist nennen kann, will man aber den Menschen wirklich kennenlernen und das, was ich gesagt habe, daß die moderne Initiationswissenschaft Himmel und Erde kennen muß und den gegenseitigen Rhythmus schildern muß zwischen beiden, dann muß eben auch ausgesprochen werden, daß, was etwa auf der Erde als eine große Persönlichkeit geschildert werden kann, wie Rousseau, gerade vom Initiationsstandpunkte aus der Generalschwätzer des modernen Geisteslebens genannt werden muß. — Erst im Zusammenklingen dessen, was von der einen Seite und von der anderen Seite ertönt, ergibt sich dasjenige, was zu wirklicher Menschenerkenntnis führt. Denn diese wirkliche Menschenerkenntnis muß auferbaut sein auf dem, worauf die alten Initiierten gebaut haben, auf dem: Ex deo nascimur. Alle Erinnerung, sie muß aufgebaut sein auf demjenigen, was uns entgegentreten kann, wenn wir hinausschauen in die Welt, wo Christus unser Führer wird unbewußt, wie ich es heute geschildert habe.
Cite:
GA 214/1922-08-30/p066 · edition original