Erkenntnis- und Willensübungen

GA 215/1922-09-09/p003 ·1922-09-09 · original (original)
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Die Übungen, um zur Inspiration zu kommen, welche ich charakterisiert habe, sind eigentlich für eine weitergehende übersinnliche Erkenntnis doch nur Vorübungen. Man kommt allerdings durch diese Übungen dazu, den eigenen menschlichen Lebenslauf in der Art, wie ich es charakterisiert habe, schauen zu können, das schauen zu können, was sich als ätherische Tatsachenwelt hinter dem Denken, dem Fühlen und dem Wollen des Menschen in der Weite des Erdendaseins entfaltet. Man kommt dann durch das Fortschaffen derjenigen Bildanschauungen, die entweder in der Meditation oder infolge der Meditation im Bewußtsein gewonnen werden, man kommt durch diese Herstellung des leeren Bewußtseins auch dazu, die ätherische Wesenheit des Kosmos und die darin waltenden geistigen Wesenheiten in ihren Offenbarungen kennenzulernen. Allein, wenn man in dieser Weise nur das menschliche Seelenleben kennenlernt, also die astralische Organisation des Menschen, so wird einem zunächst klar, was in der Vererbungsentwickelung für die physische Organisation des Menschen vorliegt, mit anderen Worten, was der Mensch in den fortlaufenden Vererbungstatsachen von seinen Vorfahren für den physischen Leib ererbt. Man bekommt auch eine Anschauung darüber, was in dem ätherischen Organismus vom Kosmos herein gewirkt wird, was dann nicht der Vererbung unterliegt, sondern was sich der Vererbung entwindet und eine Bedeutung hat für die menschliche Individualität, was also den Menschen schon in seinem ätherischen Leib und in seiner astralischen Organisation frei macht von dem, was er von seinen Vorfahren ererbt, von denen er seinen physischen Leib bekommt.

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Cite: GA 215/1922-09-09/p003 · edition original