Erkenntnis- und Willensübungen

GA 215/1922-09-09/p013 ·1922-09-09 · original (original)
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Durch das Ereignis des Todes werden der physische und der ätherische Organismus abgestreift. Sie werden so abgestreift, daß sie in der Form, die sie im Erdendasein getragen haben, nicht mehr die Umkleidung des Menschen bilden können. Was aber dann mit dem eigentlichen menschlichen Wesenskern geschieht, das lernt man in der intuitiven Erkenntnis schon im Vorgesicht kennen, wenn man mit seinem Geistesmenschen, statt daß man in seinem physischen Leibe ist, draußen ist in der Welt der geistigen Wesenheiten. Denn das ist man. Durch die intuitive Erkenntnis kommt man in die Lage, außerhalb seiner physischen und ätherischen Organisation so in anderen geistigen Wesenheiten drinnen zu sein, wie man sonst hier im Erdenleben in seinem physischen und in seinem ätherischen Leib drinnen ist. Was man also durch die Intuition bekommt, ist ein Erlebnisbild dessen, was man durchzumachen hat, wenn man durch das Ereignis des Todes geht. Erst in dieser Art ist eine wirkliche Anschauung zu gewinnen von dem, was der Idee der unsterblichen Menschenseele zugrunde liegt. Diese Menschenseele ist — das lehrt schon die inspirierte Erkenntnis — nach der einen Seite ungeboren. Nach der anderen Seite ist sie unsterblich.

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Cite: GA 215/1922-09-09/p013 · edition original