Christus in seinem Zusammenhang mit der Menschheit

GA 215/1922-09-12/p006 ·1922-09-12 · original (original)
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Unter diesem, was der Mensch einer älteren Zeitepoche als Geistig-Wirkliches erlebte, war auch ein Nachklang des vorirdischen Daseins. Der Mensch dieser Zeitepoche hatte einfach jeden Tag in seiner Seele innere Erlebnisse, die ihm ein voller Beweis dafür waren: Du warst, bevor du dein Erdendasein angetreten hast, in einem geistig-seelischen Dasein, in einer rein geistigen Welt. - Und jeden Tag wußte das dieser einer älteren Zeitepoche angehörende Mensch. So war für diese Menschen etwas völlig Klares die Annahme eines ewigen Wesenskernes des Menschen und einer Welt, die außerirdisch ist, welcher der Mensch ebenso angehört wie der irdischen. Und diejenigen, die in jenen älteren Zeiten als die Initiierten der Mysterien in diesen ganzen Sachverhalt auch noch eingeweiht waren in seinen tieferen Gestaltungen, die konnten dann zu denjenigen, die ihre Bekenner waren, aus ihrer Initiationswissenschaft heraus so sprechen, daß diese Bekenner, diese Gläubigen zu der Überzeugung kommen konnten, daß sie in einen Nachklang ihres vorirdischen Daseins hineinschauen und damit zu gleicher Zeit in eine geistige Welt, welcher der Mensch angehört mit seinem ewigen Wesenskern. Das ist eine Gnade des geistigen Wesens, dem als seinem physischen Abbilde die physische Sonne entspricht. So konnte also der Bekenner zur alten Mysterienweisheit sich sagen: Ich schaue zur Sonne hinauf, aber diese äußere physische Sonne ist nur ein Abbild eines geistigen Sonnenwesens. Dieses geistige Sonnenwesen durchdringt die geistige Welt, aus der ich selber zum irdischen Dasein heruntergestiegen bin, und die Kraft dieses Sonnenwesens hat meiner Seele für das Erdendasein dasjenige mitgegeben, was bewirkt, daß ich unter den Erlebnissen meiner Seele während der Erdenzeit auch das habe, durch das ich im Rückblicken auf mein vorirdisches Dasein des ewigen Wesenskernes in meiner Seele gewiß bin.

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Cite: GA 215/1922-09-12/p006 · edition original