Das Schicksal des Ich-Bewußtseins im Zusammenhang mit dem Christus-Problem

GA 215/1922-09-14/p004 ·1922-09-14 · original (original)
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Wenn der Mensch in seinem Wachzustande in vollem Sinne fähig wäre, die eigene Tätigkeit seines Gesamtseelenwesens zu erleben, so würde er dasjenige erleben, was zunächst sein eigener Lebenslauf ist, das heißt das, was als das Reale des Lebenslaufes den Erinnerungen zugrunde liegt. Er würde aber auch alles das erleben, was wir kennengelernt haben als kosmische Welten während des Schlafzustandes, wo ja das entsprechende kosmische Erleben auch unwahrgenommen, unbewußt bleibt. Es würde, wenn der Mensch die volle Fähigkeit des Gebrauchens seines astralischen Leibes hätte, in das Wachbewußtsein das hereinsteigen, was der Mensch nächtlich als Abbildung der Planetenbewegungen erlebt. Er würde sein Atmungs- und Zirkulationssystem durchströmen fühlen Nachbildungen der Planetenbewegungen. Er würde, so paradox das zunächst für das gewöhnliche Bewußtsein klingt, sagen können: Durch meine Adern strömt die Gewalt der Sonne, die sich verstärkt durch die Kraft des Mars, die sich durchdringt mit der substantiellen Kraft des Jupiter und so weiter. - Der Mensch würde das so aussprechen können, daß er in seinem eigenen Wesen nachströmen fühlen würde die Planetenrichtungen. Und würde der Mensch seine volle Ich-Wesenheit während des Tagesbewußtseins in sich erleben, so würde er auch den Fixsternhimmel in seiner geistigen Wesenheit sich selber durchsetzen fühlen.

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