Das Schicksal des Ich-Bewußtseins im Zusammenhang mit dem Christus-Problem

GA 215/1922-09-14/p017 ·1922-09-14 · original (original)
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Was ist das, was nun unbestimmt aus den Tiefen des seelischen Erlebnisses heraufleuchtet und uns sagt: diese Tätigkeit ist gut, jene Tätigkeit ist böse, diese Handlung ist weise, jene ist töricht? — Das ist eine seelische Tätigkeit, die so geblieben ist, wie sie im vorirdischen Dasein war, die das Rhythmische des Menschen, Atmung und Blutzirkulation, durchdringt, die aber nicht voll heraufströmen kann in das Gedankenleben, sondern es nur färbt, so daß wir im Gedankenleben auch Reflexe dieses inneren Erlebens haben, die für unsere Tätigkeit, die wir in der physischen Welt ausführen, wertvoll sind. Wir tragen nicht allein das in uns, was wir als bewußtes Gedankenurteil in unserer Tätigkeit ausführen. Nein, in dem rhythmischen System des Menschen lebt und pulst ein astralisches Geistiges, das in einer ähnlichen Gestalt, wie es im vorirdischen Dasein schon war, für sich deutlich, für das gewöhnliche Bewußtsein nur undeutlich, Ja oder Nein sagt zu unseren menschlichen Betätigungen. Da drinnen ist ein Beurteiler der Wertigkeit unserer Seele und dieser Beurteiler lebt so real, wie unsere Seele real als denkende Seele in unserer Kopforganisation lebt.

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