Das Schicksal des Ich-Bewußtseins im Zusammenhang mit dem Christus-Problem
Und wenn dann der Mensch auf der Erde zu demjenigen, was er durch seine Sinnesanschauung und durch die Entwickelung des IchBewufßstseins entfalten kann, noch hinzunimmt die Anschauung des Christus-Wesens in sein Fühlen, wie er es hier haben kann zwischen Geburt und Tod, wenn er in dieses Fühlen, das ja an den astralischen Organismus gebunden ist, aufnimmt die Anschauung des Mysteriums von Golgatha, dann übt das auf diesen astralischen Teil des Menschen der in solcher Weise nach dem Tode weiterlebt, wie ich es geschildert habe — auch diejenige Wirkung aus, welche die Nachwirkung des Verhältnisses des Erdengeschehens zum Christus und zum Mysterium von Golgatha ist. Und durch diese Nachwirkung wird das sonst trübe und finster bleibende Bewußtsein für das Geisterland beim Übergang aus der Seelenwelt in dieses Geisterland nach dem Tode gestärkt und fähig gemacht, dasjenige in der geistigen Welt anzuschauen, was die Menschenseele zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in die Lage bringt, den physischen Organismus in seinem Geistteile vorzubereiten.
Cite:
GA 215/1922-09-14/p034 · edition original