Das Erleben des Willensteils der Seele

GA 215/1922-09-15/p027 ·1922-09-15 · original (original)
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Der Mensch hat es aber nach dem Tode notwendig, sich den Mondenkräften zu entringen, über sie hinauszukommen, sich innerlich freizumachen von den hereinflutenden und hereinwirkenden Mondenkräften. Diese Mondenkräfte erhalten in ihm immer eine Art kosmischer Erinnerung an die rhythmischen Kräfte, das heißt, sie führen ihm immer wieder und wieder in Inspirationen und Imaginationen dasjenige vor, was in den Planetenbewegungen und in dem Verhältnis der Planeten zu den Fixsternen vor sich geht. Aber zurückgehalten wird der Mensch durch die Mondenkräfte von dem Erleben derjenigen geistigen Wesenheiten, die ihr physisches Abbild in den Fixsternkonstellationen haben. Und der Mensch steht nun vor der Notwendigkeit, einzutreten in eine rein geistige Welt. In diese lassen ihn die Mondenkräfte, solange sie auf ihn wirken, nicht hinein. Er soll aber gewissermaßen den Kosmos, den er erlebt, nicht nur von der Seite sich anschauen, die ihm im physischen Dasein zugeneigt ist, sondern er soll sich ihn von der anderen Seite ansehen. In diesen Zustand kommt der Mensch tatsächlich, wenn er ein rein geistiges, kosmisches Bewußtsein entwickelt. Da kommt er in eine Lage, wo er gewissermaßen an der Peripherie des Kosmos ist. Und wie wir hier im Zentrum sind und überall hinausschauen in den Kosmos, so schauen wir in diesem geistigen Schauen von der Peripherie in den Kosmos hinein. Wir sehen aber jetzt nicht die physischen Abbilder der Geistwesen, um die es sich handelt, sondern wir schauen diese Geistwesen selber. Wir schauen nicht auf räumliche Weise von der Peripherie in den Kosmos hinein. Wie wir hier von einem Augenpunkte herausschauen in den Kosmos, so schauen wir dort von einer ganzen Kugelfläche aus hinein. Aber die Sache ist doch wieder räumlich. Wir schauen sie qualitativ. Wir schauen hinaus in den Bereich des Fixsternhimmels und schauen uns diesen Fixsternhimmel von außen an.

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Cite: GA 215/1922-09-15/p027 · edition original