Das Erleben des Willensteils der Seele

GA 215/1922-09-15/p036 ·1922-09-15 · original (original)
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Daher müssen diese Willensübungen so vorgenommen werden, daß nicht der physische Leib herabgestimmt wird, wie es in alten Zeiten geschah, sondern daß durch die Willensübungen die rein geistig-seelischen Fähigkeiten des Menschen verstärkt werden, so daß nicht der Leib sich der Seele entzieht, sondern die Seele sich hineinlebt in die geistigen Welten. Nicht nur das, was die alten Initiierten ihren Bekennern zu sagen hatten als Kunde über das Erleben zwischen Tod und neuer Geburt, sondern auch das, was sie über die Übungen zu sagen hatten, die der Mensch vorzunehmen hat, um zu einer solchen Erkenntnis zu kommen, die in diese übersinnlichen Welten hineinführt, auch diese Übungen sind im Sinne der fortschreitenden Menschheitsentwickelung anders geworden. Der alte Asket konnte nicht zu dem königlichen Freiheitsbewußtsein kommen, zu dem der moderne Mensch durch seine Organisation kommen muß. Der alte Asket konnte aber auch nicht zwischen Tod und Geburt dem Sonnenwesen begegnen, das Handlungen mit ihm vornahm, die er jetzt, nachdem der Christus das Mysterium von Golgatha vollbracht hat, selbst vornehmen kann, wodurch er Kraft bekommt, nach dem Tode das Entsprechende auszuführen.

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