{"corpus":"steiner","locus":"GA 216/1922-09-17/p012","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Was wir durch Farben schauen, durch Töne hören, durch Gerüche riechen, das ist während des Erdendaseins für uns da. Was sich im Hintergrunde abspielt, das sind Gedanken, die eine ätherische Lebendigkeit haben, die in der Stofflichkeit des Gehirns eben nur ihren physischen Ausdruck haben. Das Wesentliche, worauf es ankommt, ist das, was in der feinsten Substantialität des Gehirns ätherisch webt. Da weben ineinander lebendige Gedanken. Unsere Gedanken sind ja nur Reflexbilder, welche gebildet werden an diesem inneren Kosmos, wo das, was wir von außen empfangen, zurückstrahlt und uns dann bewußt wird. Aber hinter der Gedächtnisebene spielt sich das ab, was ich eben beschrieben habe. Hinter einem gewöhnlichen Spiegel braucht sich nichts abzuspielen; hinter dem Spiegel, der durch unser Gehirn für unser Bewußtsein unsere abstrakten Vorstellungen zurückwirft, spiegelt sich im Kleinen ein ganzes Weltendasein in jedem einzelnen Menschen ab. Und diese lebendigen Gedanken, die wir da entwickeln, sind für die dritte Hierarchie, für die Hierarchie der Angeloi, Archangeloi und Archai, dasselbe, was unsere abstrakt reflektierenden Gedanken für uns sind. Hinter unserem Bewußtsein entfaltet durch unsere Menschlichkeit die dritte Hierarchie ihre Tätigkeit. Da entwickeln die Wesenheiten der Archai, Archangeloi und Angeloi das, was vollbracht werden muß und nur vollbracht werden kann dadurch, daß der Mensch in den Kosmos herein und auf die Erde gestellt wird. In seiner Gehirnbildung bildet er nicht bloß einen Spiegel aus, welcher ihm sein gewöhnliches Erdenbewußtsein, die abstrakten Ideen reflektiert, sondern innerhalb des Kopfes spielt sich etwas ab, was die Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai auf Erden und durch das Erdendasein zu vollziehen hat. Das ist ein Geschehen, das ebenso mit dem Erdendasein zusammenhängt wie ein anderes Geschehen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"II. Der Zusammenhang des Menschen mit den göttlich-geistigen Wesenheiten","site_heading":null,"date":"1922-09-17","location":null,"word_count":270,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/216/1922-09-17/p012","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/216/1922-09-17/p012"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/216/1922-09-17/p012","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}