{"corpus":"steiner","locus":"GA 216/1922-09-17/p027","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Dieses Aufleuchten und wiederum Verdunkeln des verzerrten Kosmos suchte der indische Jogi durch seine Jogaübungen nachzuerleben. Und er suchte daraus dann die wirkliche Gestalt der Welt zu erschließen, indem er das, was er auf diese Weise wahrnahm durch das Beleben des Atmens bis zu einem Wahrnehmungsvermögen dieses innerlichen verzerrten Kosmos, durchdrang mit dem, was er dann durch sein Nachdenken über denselben erkunden konnte. So erleben wir auch als Brustmenschen den Kosmos noch ein zweites Mal, gewissermaßen aber wie in einem Kampfe gegen das Chaos. Und wir erleben den Kosmos noch ein drittes Mal, und zwar so, daß er eigentlich ganz undeutlich erscheint. So nämlich ist er dem Stoffwechselsystem und dem Gliedmaßensystem des Menschen eingegliedert. Da ist kaum zu erkennen, inwiefern das, was da astralisch und der Ich-Wesenheit nach eingegliedert ist, aus dem Kosmos hervorgegangen ist. Deshalb habe ich während der Vorträge, die ich hier gehalten habe, das, was da eingegliedert ist, «embryonal» nennen müssen, denn es ist eigentlich ein werdender Kosmos. Da ist es so, daß nur dann, wenn der Mensch seine Gliedmaßen in Bewegung bringt, oder wenn der Stoffwechsel tätig ist, dasjenige, was sich wie ein werdender Kosmos ausnimmt, sich ganz ähnlich verhält dem, worin es untertaucht. Hebe ich ein Bein, so schlägt gewissermaßen das Geistige dieses dritten menschlichen Gliedes in die Beinbewegung und in die inneren Vorgänge, die im Zusammenhang mit der Beinbewegung entstehen, hinein.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"II. Der Zusammenhang des Menschen mit den göttlich-geistigen Wesenheiten","site_heading":null,"date":"1922-09-17","location":null,"word_count":227,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/216/1922-09-17/p027","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/216/1922-09-17/p027"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/216/1922-09-17/p027","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}