Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924
Sehen Sie, es ist die Sache so: Was heute noch diejenigen, die schon den Weg in die anthroposophische geistige Bewegung hinein gefunden haben, immer wieder in einem gewissen Sinne unsicher macht, was sie glauben machen muß, daß kräftige Stützen gesucht werden müssen, um den Weg zu finden nach dem, was man sucht: der Grund dafür ist eigentlich darin gelegen, daß junge Menschen, die mit vollem Herzen fühlen, wir müssen in einer neuen Art gegenüber dem, was uns an Weistümern aus den Jahrhunderten heraus entgegenkommt, den Weg zum Menschen suchen, fast immer wieder — wenigstens durch die äußeren Verhältnisse — zurückgeworfen werden in das alte Fahrwasser. Es konnte einem nicht klar dasjenige vor die Seele treten, was in unserer Zeit nach dem Kali Yuga offenbar unklar sein muß, was einem entgegengetreten ist als das ja in der neueren Zeit nicht offenbare, aber verborgene Suchen der Menschheit aus der «Natur» heraus in die Natur hinein, aus dem «Geist» heraus in den Geist hinein.
Cite:
GA 217a/1924-06-17/p016 · edition original