Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924

GA 217a/1924-06-17/p018 ·1924-06-17 · original (original)
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Man kann diese Dinge nur andeuten, denn sie sind eigentlich nur im Leben richtig zu begreifen gewesen. Und bei der ganzen Vergröberung des Lebens gegen das Ende des 19. Jahrhunderts kam dann dasjenige, was eigentlich die Abneigung, zuweilen in Haß überschlagende Antipathie gegen alles Geistige gerade beim Bauerntum war. Ich erinnere mich eines sehr netten Bildes aus einem Bauernkalender, das ja ganz gewiß von einem Journalisten ausgedacht war, aber das ausgedacht war, doch aus der Stimmung herausgeboren war, die in den siebziger, achtziger Jahren da war. Da wurde in einer gewissen Gegend Mitteleuropas das begründet, was man dazumal als Bauernbund auffaßte. Bauern taten sich zusammen. Und der Repräsentant eines solchen Bauernbundes war auf diesem Bilde, auf dem er weit hinein bis über die Ohren eine Zipfelmütze zog und dann sagte: «Koa Advokat, koa Lehrer derf in den Bauernbund hinein.» Sehen Sie, so war das Bewußtsein, daß man mit Gelehrsamkeit auf allen Gebieten, sogar auf dem Gebiete der Theologie nichts mehr anzufangen wußte. Man empfand sich sehr schlau, wenn man die landläufige Gelehrsamkeit aus dem Bunde ausschloß.

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