Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924

GA 217a/1924-06-17/p025 ·1924-06-17 · original (original)
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Es sind schön alle Dinge der Natur. Wenn sie nicht schön erscheinen, so rührt dies vom Menschen her, weil er die Schönheit nicht sehen, nicht riechen kann. — Und stellen Sie einmal zusammen dasjenige, was Gesinnung nach dieser Richtung in alten Zeiten, was Gesinnung nach dieser Richtung in neuen Zeiten war. Sehen wir uns das ganze Gebiet der westlichen Kultur an. Ein großer Teil dessen, wie man da die Natur nachahmt, besteht darinnen, daß man wäscht. Gewiß, waschen ist natürlich sehr gut, aber so, wie man heute in jenen europäisch-amerikanischen Gebieten das Waschen betreibt, wäscht man damit alle Natur überhaupt hinweg. Man betäubt sich selbst in das Reinigen hinein. Man erinnert sich, wie auch in Ägypten viel gewaschen wurde. Die ägyptische Reinigung ist ja noch etwas, was man dann in Griechenland etwas vergaß, an das man sich aber noch erinnerte, indem man von der Katharsis sprach.

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