Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924
Das alles gibt uns das Bewußtsein, daß wir wiederum sagen, wenn wir hinaufgehen in der Natur an die irdische Oberfläche, sind wir im Bauch darinnen des kosmischen Wesens. Und dann bekommen wir auch jene Empfindung wiederum zurück, die ich eigentlich nur noch erlebt habe, wenn ich als ganz kleines Kind mit Bergleuten verkehrt habe, nicht mit den Kohlenbergbauern, sondern mit den Bergbauern, die nach Metallen gingen. Ja, da waren noch einige darunter, die wußten, wenn man heruntersteigt in die Erde, dann begegnet man Geistern, die man an der Oberfläche nicht findet; da begegnet man den Organen, mit denen die Erde vom Weltenall träumt und denkt. Da war das Denken noch etwas, was in der Erde lebte. Da wußte man eben noch, daß, wenn man hinaufschaut, man abstrakte Sterne schaut, wenn man aber etwas bekannt wird mit demjenigen, was unter der Erde ist, daß man dann im Weltall etwas sieht, was man bezeichnen kann mit demjenigen, was Bilder sind, aber Bilder, die entstehen, die wirklich lebendige Bilder sind. Da lebte man dasjenige, was so trostlos totes Erkennen war beim Ablauf des Kali Yuga, wieder in das besonders Empfindungsgemäße hinein. Können wir das, dann werden wir uns allmählich den Fesseln entringen, die die Zeit dem abstrakten Menschen angelegt hat.
Cite:
GA 217a/1924-06-17/p026 · edition original