Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924

GA 217a/1924-06-17/p028 ·1924-06-17 · original (original)
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Dann kam die Zeit, wo nun das ältere Mitglied wirken sollte. Es kam die Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts, die ganz schwere Zeit im zweiten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, wo das spätere Mittelalter wirken sollte. Das versagte! Das versagte, das spätere Mittelalter, baumelte hin und her zwischen dem Entlassensein aus dem Doktorexamen — und das konnte ja auch bei den Proletariern und bei dem Bauerntum der Fall sein -, baumelte hin und her zwischen dem Entlassensein aus dem Doktorexamen und dem Noch-nicht-angekommen-Sein beim Pensionszeugnis. Das baumelte so das ganze Leben; das konnte sich überhaupt nicht mehr zurechtfinden. Das war ganz in der Anthroposophie darinnen, meinte, es müßten aus der Anthroposophie heraus Taten entstehen. Da kam dann die Notwendigkeit, zur Dreigliederung zu schreiten, eine Dreigliederung im Wirtschaftlichen, im Leben zu schaffen, wo Geist-Natur hätte leben können. Und das wäre ja auch entstanden, wenn die Dreigliederung die Herzen ergriffen hätte. Aber es versagte. Man arbeitete mit Menschenwesenheiten zwischen dem Abiturientenzeugnis und dem Pensionsdekret. Das ist die Tragik dieser Menschen.

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