{"corpus":"steiner","locus":"GA 217a/1924-06-17/p030","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun kam die Jugend und konnte eben nicht mehr an dasjenige so glauben, was im Doktordiplom, im Abiturientenzeugnis, was in anderen Zeugnissen steht, weil man nicht mehr daran glaubte, daß derjenige, der es ausgestellt hat, etwas kann. Es kam die Zeit, die sich in den tiefer angelegten Jugendseelen, gerade auch der Proletarier, auslebte, jenes wärmste Jugendstreben zu entfalten, wo sich aber die junge Menschheit wie durch einen Abgrund getrennt fühlte von der alten Menschheit. Der Abgrund, der ja wirklich in denen heute steckt, die im Beginne des 20. Jahrhunderts die Menschheit erreicht haben zwischen dem fünfundzwanzigsten und achtundvierzigsten Lebensjahr. Da war so recht die Gelegenheit dazu geboten, wenn man in dem beginnenden Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts die Lebenszeit durchmachte zwischen . dem fünfundzwanzigsten und dem achtundvierzigsten Lebensjahre, nicht mehr Mensch zu bleiben. Man hatte nur noch Kleider. Das spätere Mittelalter bildete schon eine Art Abgrund. Bei der jetzigen Jugend kommt es nicht auf die Art an, daß Anthroposophie immer mehr und mehr in Abstraktionen verwandelt wird, immer mehr und mehr in Ideen, Begriffe und sogar in Wissenschaften umgewandelt wird. Nun kommt die Jugend, die all das wiederum nur empfinden, leben will: in Taten - im Begreifen der Natur. Man kann aber nicht dabei stehenbleiben. Das möchte ich heute mit besonderer Stärke betonen.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Ansprache während der Breslau-Koberwitzer Tagung in Koberwitz am 17. Juni 1924","site_heading":null,"date":"1924-06-17","location":null,"word_count":212,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/217a/1924-06-17/p030","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/217a/1924-06-17/p030"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/217a/1924-06-17/p030","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null},"other_renderings":{"loci":[{"locus":"GA 260a/1924-06-17","ga":"260a","lecture":"1924-06-17","kind":"reprint","relation":"the same text served under another volume (a reprint or another edition)"}],"note":"The same lecture is also served at the loci listed, each with how it relates to this one. They are ONE witness, not independent attestations: quote the rendering you fetched, and do not cite another as corroborating it. Wording differs between translations, so a quotation found in one need not occur in the other."}}