Über das Geistig-Seelische des Menschen Zwischen Tod und Neuer Geburt

GA 218/1922-10-14/p011 ·1922-10-14 · original (original)
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Wir schauen auf unser kosmisches Dasein hin, wenn wir durch die inspirierte Erkenntnis in das vorirdische Dasein erkennend hinblicken. Wie wir uns hier mit unserem Organismus eins wissen, wissen wir uns durch dieses Hinschauen eins mit der ganzen Welt. Hier, in dieser Welt, schaut der Mensch hin auf die äußeren Offenbarungen des Geistigen in der Natur, im Menschendasein; er ahnt hinter diesen sinnlichphysischen Offenbarungen das Göttlich-Geistige. Im vorirdischen Dasein ist er durchdrungen, durchwallt und durchwebt von diesem göttlich-geistigen Dasein, und dieses göttlich-geistige Dasein lebt sich in ihm so aus, daß es in ihn hereinpflanzt jene Kräfte, die hintendieren nach dem physischen Erdendasein. Wie wir hier unsere Augen hinaufrichten zum wunderbaren Sternenhimmel, so richten wir vom außerirdischen Dasein unsere Augen hin auf den Wunderbau des physischen Menschen, wie er hier im Erdendasein lebt. Ich möchte sagen, wir schauen von der Erde zum Himmel in unserem physischen Erdendasein, wir schauen aber von dem Himmel zur Erde in unserem vorirdischen Dasein. Da wird die Erde uns verständlich als das Götterwerk, als das sie eigentlich in unserer Seele leben sollte. Und alles das ist unmittelbares Erleben zunächst im vorirdischen Dasein.

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Cite: GA 218/1922-10-14/p011 · edition original