{"corpus":"steiner","locus":"GA 218/1922-10-20/p010","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Nun ist das so, daß das nicht beim Auge bleibt; sondern was das Auge da vermittelt, das strahlt in den übrigen Organismus hinein. Wir haben es überhaupt beim Sehen zu tun mit einer Begegnung desjenigen, was da auf eine außerordentlich komplizierte Weise sich abspielt im Ich und im astralischen Leib mit demjenigen, was gewissermaßen vom Inneren des Organismus entgegenschlägt als physischer und als ätherischer Leib, aber als physischer Leib in den mineralischen Bestandteilen, und als ätherischer Leib auf den Wogen der lebendigen Flüssigkeit. Nun, was ich Ihnen da für das Sehen gezeigt habe, das spielt sich eigentlich fortwährend im menschlichen Organismus ab. Fortwährend begegnen sich im menschlichen Organismus der ätherische Leib, ich möchte sagen, unter dem Antriebe des physischen Leibes auf den Wogen der lebendigen Flüssigkeit, und der astralische Leib mit alldem, was äußere Eindrücke sind, impulsiert von dem Ich. Und von der Art und Weise, wie sich diese beiden Ströme in uns begegnen, hängt eigentlich unsere ganze menschliche Verfassung, unsere ganze innere Situation ab, denn sie müssen sich in der richtigen Weise begegnen. Was heißt das: sich in der richtigen Weise begegnen? Nun, da haben wir es wiederum mit etwas außerordentlich Kompliziertem zu tun. In der Hauptesorganisation des Menschen, da ist es zunächst so (s. Zeichnung S. 56), daß das Haupt eigentlich ein plastisches Abbild ist der Kräfte, die der Mensch im vorirdischen Dasein als seelisch-geistiges Wesen hatte. Das Haupt ist plastisch ausgebildet, und es wird auch im Embryonalleben sehr früh ausgebildet und es behält eigentlich nur übrig die Kraft, zu gestalten. Das menschliche Haupt, wenn es nicht diese Kraft, zu gestalten, hätte, wäre eigentlich ein toter Körper. Dieses menschliche Haupt ist ein wunderbares Gebilde. Es ist ein getreulicher Abdruck des physischen, des ätherischen, sogar des astralischen Leibes, sogar des Ich, es bildet ab, wie diese hereinkommen aus überirdischen Welten in das Erdendasein. Das Haupt bildet sich wirklich aus als ein Abbild jener kosmischen Erlebnisse, die der Mensch im vorirdischen Dasein durchgemacht hat, und es behält nur zurück die plastisch bildenden Kräfte. Wenn wir das Kind betrachten, so geht eigentlich von seinem Kopfe alle plastische Bildungskraft aus. Vom Kopfe strahlt in den übrigen Organismus das hinein, durch das der Mensch während seines Wachsens seine Organe in der entsprechenden Weise plastisch ausgestaltet erhält.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus I","site_heading":null,"date":"1922-10-20","location":null,"word_count":373,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/218/1922-10-20/p010","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/218/1922-10-20/p010"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/218/1922-10-20/p010","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}