Geistige Zusammenhänge in der Gestaltung des menschlichen Organismus III
Wenn ich das aufzeichnen will, so wäre also das so (siehe Zeichnung Seite 91), wenn man sich so die Erde vorstellte, so sagte man sich, wenn da der Mensch lebt, so ist er zu stark abhängig von diesem Erdenfleck, und man muß den Menschen dadurch heilen, daß man ihn innerlich befreit von der äußerlichen Abhängigkeit von diesem Erdenfleck. Das kann man dadurch, daß man ihn in Beziehung bringt zu dem umliegenden Kosmos, zu der äußeren Himmelswelt. Man sagte: Der Himmel ist dasjenige, was des Menschen Heimat war, bevor er hier auf der Erde war. Er paßt nicht recht auf die Erde herein. Man muß ihn heifen dadurch, daß man ihn in die richtige Beziehung zum Kosmos bringt. —- Und das tat man dann etwa in der Weise, daß man sagte: Man muß also den Menschen, weil zuviel Erdenwirkungen in ihm sind, weil gewissermaßen zuviel Schwerkraft und das, was mit der Schwerkraft zusammenhängt, in ihm ist, man muß ihn erleichtern; man muß die überirdischen Kräfte in ihn hineinbringen. — Man sagte sich: Überirdische Kräfte wirken in diesen oder jenen Pflanzenblüten. Also man bearbeitete diese oder jene Pflanzenblüten, indem man ihren Saft gewann. Man sagte sich; Diese Pflanze, die blüht zu einer gewissen Jahreszeit; sie blüht durch die Einflüsse des Kosmos zu dieser Jahreszeit. — Man erforschte nun, inwiefern der Mensch gerade durch diese Jahreszeit beeinflußt wird. Zu diesem Zwecke wurden ja in älteren Zeiten die Abhängigkeiten des Menschen von den Himmelserscheinungen in einer horoskopartigen Weise gesucht. Und man gab dann als Arzneien dem Menschen dasjenige, was seinen Ätherleib in eine allgemeine Schwingung brachte. Man sagte sich so: Wenn das der Mensch ist (siehe Zeichnung $. 93, rot), dann ist das sein Ätherleib (hell), und er ist an Pneumonie erkrankt aus dem Grunde, weil sein Ätherleib in der Gegend der Lunge zu stark der Erde zuneigt (blau), und weil die Erdenkräfte auf ihn zu großen Einfluß haben. Jetzt bringt man ihm eben Säfte von Pflanzenblüten bei, welche in ihn hineinwirken und welche diese Kräfte überwinden (gelb). Man führte ihm also Kräfte zu, die ihn in Zusammenhang brachten mit dem Kosmos. Dadurch strebte man an, den ganzen Ätherleib in richtige Schwingungen zu versetzen, damit die unrichtigen einzelnen Schwingungen ausgeglichen werden. Also man fragte sich immer: Was muß man mit dem Ätherleib tun?
Cite:
GA 218/1922-10-23/p011 · edition original