Exakte Erkenntnis Der Übersinnlichen Welten Im Sinne Der Anthroposophischen Geisteswissenschaft

GA 218/1922-11-17/p030 ·1922-11-17 · original (original)
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Man nehme an, man schaue einen Kristall an. Man hat durch seine Augen diesen Kristall vor sich. Derjenige, der ein bloßes Medium sein will oder zu einer Artvon Hypnose kommen will, der starrt diesen Kristall an, und der Eindruck, den der Kristall auf ihn macht, versetzt ihn in einen Zustand der Unbesonnenheit. Damit hat anthroposophische Geisteswissenschaft nichts zu tun. Sie muß zu ganz anderen Übungen ihre Zuflucht nehmen. Für sie handelt es sich darum, daß, indem man einen Kristall anschaut, man zuletzt dazu kommt, von ihm abzusehen, zu abstrahieren, wie man sonst von Gedanken nur abstrahiert. So hat man einen Kristall vor sich und lernt durch ihn nicht physisch, aber seelisch durchzuschauen, so daß man seine Augen nicht benützt, um ihn anzuschauen, trotzdem man sie voll offen hat, und man gestaltet das seelische Erkennen so, daß man den Kristall nicht mehr vor sich hat, daß man ihn für die Anschauung wegschafft, Man kann diese Übungen auch so machen, daß man eine Farbe, die man vor sich hat, wegschafft, so daß man sie, trotzdem man sie vor sich hat, nicht mehr schaut.

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Cite: GA 218/1922-11-17/p030 · edition original