Die Erlebnisse Des Menschen Im Ätherischen Kosmos

GA 218/1922-12-07/p007 ·1922-12-07 · original (original)
Record: unknown. How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.

Und das dritte ist dieses: was sich nun also aus der hellseherischen Forschung in die Begriffe umsetzt, was vorgestellt werden kann aus der hellseherischen Forschung, das muß innerlicher Lebensinhalt werden, muß so werden, daß der Mensch dadurch begreift: Ich bin ein Wesen, das nicht nur gebunden ist an das Erdendasein zwischen Geburt und Tod, sondern ich bin ein Wesen, für das das Erdendasein nur eine Phase, nur eine vorübergehende Metamorphose ist. — Und es soll ja in die Seele einziehen alles das, was an das menschliche Gemüt dadurch herankommen kann, daß Anthroposophie in diesem Sinne Lebensinhalt wird. Erstens weiß sich der Mensch dadurch als ein Angehöriger der geistigen Welten, und er weiß auch, daß das Erdendasein seine Aufgaben bekommen muß aus den geistigen Welten heraus. Zweitens aber weiß sich der Mensch dadurch verantwortlich gegenüber den geistigen Welten. Das alles hebt ihn über das bloße Erdendasein hinaus, aber nicht so, daß er es schwärmerisch-mystisch verläßt und es gering achtet, sondern indem er gerade aus der übersinnlichen Welt sich für das Erdendasein seine Aufgaben holt und den ganzen Duktus, den ganzen Status seines Erdendaseins dadurch beeinflußt.

Read this passage in another edition
DEoriginalENEnglish
Raw JSON: /v1/steiner/de/ga/218/1922-12-07/p007.json
Cite: GA 218/1922-12-07/p007 · edition original