Die Erlebnisse Des Menschen Im Ätherischen Kosmos

GA 218/1922-12-07/p014 ·1922-12-07 · original (original)
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Dieses Leben zwischen Tod und neuer Geburt innerhalb der geistigen Welt, deren physischer Abglanz die Sternenwelt ist, dieses Leben ist wahrhaftig nicht weniger reich als das Erdenleben. Aber wir können im Erdenleben eigentlich nur das Resultat - und zwar in seinem sehr undeutlichen Zustande — dessen erkennen, was wir zwischen Tod und neuer Geburt erleben. Denken wir uns etwa folgendes: Wir leben hier im Erdenleben auf der Erde, der eine verfertigt Schuhe, der andere Röcke, der dritte schneidet den Menschen die Haare, der vierte baut Lokomotiven und so weiter. Indem wir dies hier auf der Erde im physischen Dasein tun, kommt die sogenannte menschliche Kultur, die Zivilisation zustande. Denken Sie sich nun, diese ganze Zivilisation würde in ihren Hervorbringungen von Zeit zu Zeit in eine Art Resultat zusammengefaßt werden auf einem ganz anderen Gebiete, zum Beispiel auf der Sonne, so könnte man ja nicht gleich von dem, was auf der Sonne dort ist, mit einem Sonnenbewußtsein erkennen, daß dies das Ergebnis der Erdenzivilisation ist. Nehmen wir einmal an, alles das, was hier auf der Erde, wie ich es angedeutet habe, zustande kommt, gäbe eben auf der Sonne ein einziges Ergebnis in vielen Exemplaren. So ist es nämlich in Wirklichkeit mit dem, was wir tun im geschilderten Zusammenhange mit den Wesen der höheren Hierarchien zwischen Tod und neuer Geburt: wir arbeiten dort mit diesen Wesen an der Geistform unseres physischen Erdenleibes. Und diese Arbeit, die da verrichtet wird, wo der Mensch zwischen Tod und neuer Geburt zusammenarbeitet mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien, um die Geistform des physischen Erdenleibes zustande zu bringen, diese Arbeit ist wahrhaftig eine reichere, eine vielartigere als das, was wir hier als Kulturarbeit im physischen Dasein vollbringen, wenn auch dann der physische Menschenleib, der vor uns steht, uns nicht gleich verrät, daß er das Ergebnis der Arbeit von Götterwesenheiten im Zusammenhange mit dem Menschen in der Zeit seines Daseins zwischen Tod und neuer Geburt ist. Aber ältere Weltanschauungen haben wohl gewußt, was sie sagten, wenn sie den menschlichen Leib einen «’Tempel der Götter» nannten. Denn dieser menschliche Leib ist tatsächlich, so wenig wir mit dem gewöhnlichen Bewußtsein hier auf der Erde das beachten, das Allerkomplizierteste, das es im Weltenall überhaupt gibt. Und das, was ein einzelner Menschenleib ist, das ist eben die zusammengeflossene Arbeit unzähliger Wesen, zu denen wir aber selbst gehören; denn wir arbeiten mit an dem Leibe, mit dem wir uns in einer Erdeninkarnation umkleiden, nur könnten wir ihn nicht einzeln für uns erarbeiten, sondern wir müssen ihn in Gemeinschaft mit unzähligen geistigen Wesenheiten verschiedenster Rangordnungen erarbeiten.

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Cite: GA 218/1922-12-07/p014 · edition original