Erster Vortrag
Während wir also hier auf der Erde eine Organisation haben, die sich in unseren Organen und deren Wechselwirkung innerhalb der Haut offenbart, offenbart sich uns - im Schlafe bloß bewußtlos, lebensvoll, zwischen dem Tod und einer neuen Geburt aber vollbewußt unser Inneres als ein Sterneninneres. Wir fühlen uns der Sternenwelt gegenüber so, daß wir zu den Wesenheiten der Sterne ebenso sagen, sie seien unser Inneres, wie wir hier zu Lunge und Herz sagen, sie gehören zu unserem physischen Inneren. Wir haben vom Einschlafen bis zum Aufwachen ein kosmisches Leben. Wir haben von dem Tode bis zu einer neuen Geburt ein kosmisches Bewußtsein. Dasjenige, was hier auf der Erde Außenwelt ist, insbesondere wenn wir den Blick hinausrichten in die Weiten des Weltenraumes, das wird zu unserem Inneren.
Cite:
GA 219/1922-11-26/p010 · edition original