Erster Vortrag

GA 219/1922-11-26/p033 ·1922-11-26 · original (original)
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Stellen Sie sich jetzt lebhaft das Hinausgehen des Menschen nach dem Tode in die Weiten des Universums vor. Er passiert dabei die Planetensphären im Umkreise der Erde. Über solche Dinge habe ich in den letzten Vorträgen hier gesprochen. Er passiert die Mondensphäre, die Venussphäre, die Merkursphäre, die Jupitersphäre, die Saturnsphäre. Denken Sie sich, er ist da hinausgekommen in die Weltenweiten. Er sieht die Sterne dann immer von der andern Seite. Von der Erde aus sehen wir zu den Sternen hinauf (Pfeil aufwärts); wenn wir aber draußen sind, sehen wir von außen herein (Pfeil abwärts). Die Kräfte, die uns hier befähigen, die Sterne zu sehen, geben uns das physische Abbild der Sterne. Die Kräfte, welche uns befähigen, die Sterne von der andern Seite zu sehen, lassen uns die Sterne nicht so erscheinen, wie sie uns hier erscheinen, sondern von der andern Seite sehen wir die Sterne durchaus als geistige Wesenheiten. Und wenn wir dann, ich muß mich natürlich irdischer Ausdrücke bedienen, aus dem Gebiete unserer Planetensphäre hinauskommen, so wie die Weltenentwickelung jetzt eben ist — dieses «jetzt» ist allerdings ein kosmisches Jetzt, das dauert lange -, dann sagen wir uns aus dem Verständnis, das wir uns aneignen durch das höhere Bewußtsein, das wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt haben: Die größte Wohlrat ist es für uns, daß die Kräfte des Saturns nicht nur hereinscheinen in die Planetenwelt der Erde, sondern auch in die Weiten des Weltenraumes. — Da sind sie allerdings etwas ganz anderes als die kleinen unbedeutenden bläulichen Strahlen des Saturns, die hier auf der Erde sichtbar sein können. Da erscheinen uns die Geiststrahlen, die ins Weltenall hinausstrahlen und die sogar aufhören, räumlich zu sein, die in ein Unräumliches hineinscheinen, so, daß wir uns zwischen dem Tode und einer neuen Geburt sagen: Wir schauen in Dankbarkeit hierher zurück zu dem äußersten Planeten unseres Erden-Planetensystems, zu dem Saturn — denn Uranos und Neptun sind ja nicht eigentliche Planeten der Erde, sie sind später hinzugekommen -, wir sind uns bewußt, er scheint nicht nur auf die Erde nieder, er scheint auch in die Weiten des Weltenraumes hinaus. Dem, was et da hinausstrahlt an Geiststrahlen, verdanken wir es, daß wir entkleidet werden der irdischen Schwere, entkleidet werden dessen, was die physischen Sprachkräfte sind, dessen, was die physischen Denkkräfte sind. Saturn ist in der Tat unser größter Wohltäter zwischen dem Tode und einer neuen Geburt in seinem Hinausstrahlen in die Weltenweiten, er ist in dieser Beziehung vom geistigen Gesichtspunkte aus das Entgegengesetzte der Mondenkräfte.

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Cite: GA 219/1922-11-26/p033 · edition original