Erster Vortrag

GA 219/1922-11-26/p044 ·1922-11-26 · original (original)
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Nun, hier auf der Erde atmen wir, atmen die Luft ein und aus, und das ist der Atmungsrhythmus. Aber draußen breiten wir unser Wesen in den Kosmos aus, so daß wir den Logos, die Weltgedanken in uns hereinnehmen. Da lassen wir die Welt in uns sprechen. Das geschieht auch im Rhythmus, in einem Rhythmus, der sich nach den Sternenwesen richtet. Da draußen ist auch Rhythmus. Hier auf der Erde ist bei uns Menschen also der Atmungsrhythmus, der in einem gewissen Verhältnis steht zum Zirkulationsrhythmus, wie eins zu vier, während eines Atemzuges vier Pulsschläge. Da draußen ist das, was wir da geistig ausatmen und wieder einatmen, Weltenrhythmus. Hier leben wir dadurch, daß wir eine bestimmte Anzahl von Atemzügen, eine bestimmte Anzahl von Zirkulationsschlägen in der Minute haben. Wir leben als Menschen auf der Erde von unserem Atmungsrhythmus, von unserem Zirkulationsrhythmus. Wir dringen hinaus in die Welt, wir leben da draußen in einem Weltenrhythmus, indem wir gewissermaßen die moralisch-ätherische Welt einatmen — da sind wir in uns; und indem wir sie wieder ausatmen -, da sind wir mit den Wesen der höheren Hierarchien zusammen. So wie wir hier in unserem physischen Leib innerhalb der Haut regelmäßige Bewegungen rhythmisch angeregt haben, so haben wir draußen in dem Gang und in der Stellung der Sterne diese Anreger in dem Weltenrhythmus, in den wir uns einleben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.

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Cite: GA 219/1922-11-26/p044 · edition original