Erster Vortrag
Es ist also wirklich so, da (siehe Zeichnung) ist die Erde mit ihrer nächsten Umgebung. Wir leben in der Luft, entfalten in der Luft unseren Atmungsrhythmus. Der ist außerordentlich regelmäßig. Seine Unregelmäßigkeit bedeutet Krankheit für den Menschen. Draußen da müßten wir aber, ich möchte sagen, einen Weltenzwischenraum durchgehen - erleben wir den Weltenrhythmus, indem wir in dem moraldurchdrungenen Weltenäther draußen leben. Das sind zwei verschiedene Rhythmen: der Menschenrhythmus, der Weltenrhythmus; beides sind Menschenrhythmen, denn der Weltenrhythmus ist der Menschenrhythmus zwischen dem Tode und einer neuen Geburt.
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GA 219/1922-11-26/p045 · edition original