Erster Vortrag
Die Welt hat sozusagen hier auf der Erde den regelmäßigen Menschheitsrhythmus, draußen den Rhythmus, an dem wir selber teilnehmen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Was ist da zwischen beiden? Der Menschheitsrhythmus befähigt uns zwischen der Geburt und dem Tode, menschliche Worte zu sprechen, die Menschenworte, die Menschensprache uns anzueignen. Der Weltenrhythmus befähigt uns zwischen dem Tode und einer neuen Geburt, das Weltenwort in uns ertönen zu lassen. Die Erde gibt uns die Sprache; das Universum, das Geistuniversum gibt uns den Logos. Sie werden ahnen, daß es da ganz anders ausschaut, wo jener Rhythmus webt, der uns den Logos gibt, als hier auf der Erde in der Luft, wo wir das Menschenwort entfalten.
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GA 219/1922-11-26/p046 · edition original