{"corpus":"steiner","locus":"GA 219/1922-12-03/p011","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Ebenso ist es mit der Ich-Wesenheit und dem astralischen Wesen des Menschen, die im Schlafe von dem physischen Leibe und dem ätherischen Leibe abgetrennt sind. Diese stehen zwar nicht unmittelbar in Beziehung zu der Sternenwelt, wohl aber zu jenen Wesenheiten, deren physisches Abbild Sonne, Mond und die Sterne sind, also zu den Wesenheiten der höheren Hierarchien. So daß man sagen könnte: Der Mensch ist schlafend eine Zweiheit. Sein Ich und sein astralischer Leib - ich könnte auch sagen sein Geist und seine Seele — sind hingegeben an die Geistwesen der höheren Weltenreiche. Seine Leiber, der physische Leib und der Ätherleib, sind an den physischen Abglanz, an das physische Abbild, an das kosmisch-physische Abbild dieser höheren Wesenheiten hingegeben. — Der Mensch, indem er sich als Erdenwesenheit weiß, ist unter dem Einflusse des Intellektualismus eigentlich immer mehr und mehr ein materialistischer Philister geworden. Fast ebensogut, wie man die neuere Zeit die Zeit des intellektuellen wissenschaftlichen Fortschrittes nennt, könnte man sie nennen die Zeit des Fortschrittes der Philistrosität, der materialistischen Philistrosität. Denn der Mensch ist sich nicht bewußt, daß er von etwas anderem abhängig ist als von den Sinneseindrücken der Erde, von den rhythmischen Vorgängen, die in ihm durch Erdenvorgänge ausgelöst werden, von den Stoffwechselvorgängen, die auch durch Irdisches in ihm veranlaßt werden. Daher ist sich der Mensch nicht bewußt, wie er eigentlich im Weltenall darinnensteht. Und dieses Darinnenstehen im Weltenall ist etwas ungeheuer Kompliziertes. Sobald man, ich möchte sagen, den Schleier hinweghebt, der doch immer vor dem Menschen sich ausbreitet, so daß der Mensch nur die sinnliche Welt sieht und nicht das dahinterliegende Geistige, sobald man diesen Schleier hinweghebt, wird das Leben doch eine außerordentlich komplizierte Sache. Da zeigt sich zunächst, daß nicht nur diejenigen Wesenheiten und ihr physischer Abglanz, die Sterne, auf den Menschen einen Einfluß haben, die jetzt unmittelbar beobachtet werden können, sondern daß innerhalb des irdischen Daseins selber übersinnliche Wesenheiten vorhanden sind, die verwandt sind mit den Sternenwesen, die aber gewissermaßen ihre Wohnsitze im Bereich des Irdischen aufgeschlagen haben.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Dritter Vortrag","site_heading":null,"date":"1922-12-03","location":null,"word_count":330,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/219/1922-12-03/p011","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/219/1922-12-03/p011"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/219/1922-12-03/p011","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}