Vierter Vortrag

GA 219/1922-12-15/p011 ·1922-12-15 · original (original)
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Derjenige Mensch, der Menschenverständnis hat, wird aus diesem Menschenverständnis eben die sozial-moralischen Antriebe empfangen. So daß man auch sagen kann, alles moralische Leben innerhalb des Erdendaseins hat der Mensch errungen im vorirdischen Dasein, so errungen, daß ihm von dem Zusammenleben mit den Göttern der Drang bleibt, ein solches Zusammenleben wenigstens in der Seele auch auf Erden auszugestalten. Und dieses Ausgestalten eines solchen Zusammenlebens, so daß der eine Mensch mit dem andern die Erdenaufgaben, die Erdenmission vollbringt, das führt allein in Wirklichkeit zu dem moralischen Leben auf der Erde. Wir sehen also, daß Liebe und die Wirkung der Liebe, die Moralität, durchaus eine Folge, eine Konsequenz desjenigen sind, was der Mensch im vorirdischen Dasein geistig durchgemacht hat.

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Cite: GA 219/1922-12-15/p011 · edition original