Vierter Vortrag

GA 219/1922-12-15/p019 ·1922-12-15 · original (original)
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Mit diesem Gedächtnis hängt es wiederum zusammen, daß der Mensch vor allen Dingen auch auf Erden mit sich selbst lebt. Dieses Gedächtnis hängt aber auch sehr stark zusammen mit dem, was auf der einen Seite der menschliche Egoismus und auf der andern Seite die menschliche Freiheit ist. Freiheit wird entstehen bei einem Menschen, der richtig nachlebt, was im vorirdischen Dasein als eine Art Rhythmus erlebt werden muß: Sich-Fühlen mit den Wesenheiten der höheren Hierarchien, herauskommen aus diesem Sich-Fühlen, dann wieder hineinkommen und so weiter. Hier lebt es sich nebeneinander aus, nicht als ein Rhythmus, sondern als zwei nebeneinander bestehende Fähigkeiten des Menschen: die Fähigkeit zur Liebe, die Fähigkeit des Gedächtnisses. Aber es kann dem Menschen eine gewisse Erbschaft dieses Rhythmus im vorirdischen Dasein bleiben. Dann werden das Gedächtnis und die Liebe zueinander auch im Erdenleben das richtige Verhältnis haben. Der Mensch wird auf der einen Seite Verständnis, liebevolles Verständnis entwickeln können für die andern Menschen, und er wird auch in sein erinnerndes Denken hereinnehmen, was ihm selber zu seiner eigenen Vervollkommnung, zu der eigenen Verfestigung seines Wesens werden kann aus dem Erleben der Welt mit andern Menschen.

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Cite: GA 219/1922-12-15/p019 · edition original