Siebenter Vortrag

GA 219/1922-12-22/p028 ·1922-12-22 · original (original)
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Man bekommt auf diese Weise eine Vorstellung von etwas, das einem eigentlich sonst immer entgeht. Man stellt sich die Zeit als etwas vor, das gleichmäßig fortläuft, und alles, was in der Zeit sich abspielt, läuft auch gleichmäßig mit der Zeit fort. Beim Raum weiß man: was im Raume ausgedehnt ist, kann verdichtet werden, es wächst seine innere Expansionskraft. Aber auch was in der Zeit lebt, das Seelische, kann - es ist allerdings vergleichsweise gesprochen — verdichtet werden, dann wächst seine innere Kraft. Und für den Menschen ist eine dieser Kräfte die Erinnerungskraft.

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Cite: GA 219/1922-12-22/p028 · edition original