Neunter Vortrag

GA 220/1923-01-21/p039 ·1923-01-21 · original (original)
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Nun hat sich durch das Wesen der Sache die Anthroposophische Gesellschaft aus der Sektiererei, in der sie ja gewiß anfangs befangen war, insbesondere solange sie mit der Theosophischen Gesellschaft verbunden war, gründlich herausgearbeitet. Nur haben viele Mitglieder das heute noch nicht bemerkt und lieben die Sektiererei. Und so ist es zustande gekommen, daß selbst ältere anthroposophische Mitglieder, die fast zerspringen wollten unter der Umwandlung der Anthroposophischen Gesellschaft aus einer sektiererischen in etwas, was sich seiner Weltaufgabe bewußt ist, sie, die fast zerspringen wollten, in der allerneuesten Zeit einen Sprung machten. Ebenso fern aller Sektiererei, wenn sie ihrem Wesen folgt, kann die Bewegung für religiöse Erneuerung sein. Aber diese Bewegung für religiöse Erneuerung hat zunächst einer Anzahl selbst älterer Anthroposophen die Veranlassung gegeben, sich zu sagen: Ja, in der Anthroposophischen Gesellschaft, da wird das sektiererische Wesen immer mehr und mehr ausgemerzt — hier können wir es wiederum pflegen! — Und so wird gerade durch Anthroposophen vielfach die religiöse Erneuerungsbewegung zu der wüstesten Sektiererei gemacht, was sie wahrlich gar nicht zu sein brauchte.

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Cite: GA 220/1923-01-21/p039 · edition original