III. Der Nachtmensch und der Tagesmensch. In Das Reine Denken Kann Das Ich-Wesen Hineingeschoben Werden
Auf so etwas habe ich aufmerksam gemacht in dem ersten Kapitel meines Buches «Von Seelenrätseln ». Ich habe dort das ausgesprochen, was aber in Vorträgen immer wiederholt worden ist, daß der Mensch, der bei der gegenwärtigen Zivilisation bleibt, eben sagt, man kommt an allerlei Grenzen des Erkennens, über die man nicht hinaus kann. Da beruhigt er sich. Dieses Beruhigen heißt aber nichts anderes als, er will nicht aufwachen, er will schlafend bleiben. Derjenige, der nun hinein will im heutigen Sinne in die geistige Welt, der muß gerade dort mit den inneren Seelenaufgaben zu ringen anfangen, wo der andere Grenzen des Erkennens setzt. Und indem er das Ringen mit diesen Ideen, die da an die Grenze gesetzt werden, beginnt, eröffnet sich ihm stufenweise, schrittweise der Ausblick in die geistige Welt. Man muß eben das, was in Anthroposophie dargeboten wird, so nehmen, wie es gewollt ist.
Cite:
GA 221/1923-02-04/p014 · edition original