Siebenter Vortrag

GA 222/1923-03-23/p015 ·1923-03-23 · original (original)
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Dann kam die zweite nachatlantische Kulturperiode, die urpersische. Da hatte man nicht mehr jenes instinktive Gefühl für das Physiognomische so stark wie früher. Da schaute man nicht auf Imaginationen der Götter, sondern auf Gedanken der Götter. Vorher war es eigentlich so, daß man vorausgesetzt hat: In irgendwelchen göttlichen Wesenheiten lebt, bevor ein Mensch auf die Erde herabsteigt, ein wirkliches Menschenbild. Nachher war die Vorstellung, daß eben Gedanken, Gedanken, die dann zusammen den Logos bildeten — wie man es später nannte —, dem einzelnen Menschenwesen zugrunde liegen.

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