{"corpus":"steiner","locus":"GA 223/1923-09-27/p013","lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"text":"Und nun bedenken Sie, was der Mensch auf der Erde, als er im Laufe der Entwickelung mit der Erde erstand, nun antraf auf dieser Erde. Er traf das an, was als äußere Natur sich aus den früheren Naturreichen entwickelt hatte, was dann die Tendenz annahm, die dann gipfelte in dem jetzigen Mineralreich, in unserem Pflanzenreich, Tierreich bis herauf zu seiner eigenen physischen Menschengestalt. Das traf er an. Er traf, mit andern Worten, das an, was wir gewohnt sind, die außermenschliche Natur zu nennen. Was war diese außermenschliche Natur? Sie war die Fortsetzung und ist heute noch die Fortsetzung desjenigen, was von den höchsten schaffenden Mächten im fortlaufenden Entwickelungsplane der Welt gemeint war. Der Mensch darf daher, indem er dies in seinem Gemüte erlebt, in die äußere Natur hinausschauen, darf die Mineralien anschauen mit alledem, was mit der mineralischen Welt zusammenhängt, darf in die wunderbaren Kristallformen hinausschauen, darf aber auch auf die Berge, die Wolken und die andern Formen hinschauen, und er schaut dann diese äußere Natur gewissermaßen in ihrem Ertötetsein, in ihrem Unlebendigsein. Aber der Mensch schaut sie so an, wie das, was als Unlebendiges da ist, was eine ehemalige göttliche Welt selbst aus sich herausgesetzt hat, so wie der menschliche Leichnam - allerdings jetzt in einer andern Bedeutung — aus dem lebendigen Menschen im Tode herausgesetzt wird. Ist dieser Anblick des menschlichen Leichnams zunächst, so wie er dem Menschen entgegentritt, nicht irgend etwas, was auf den Menschen einen bejahenden Eindruck machen kann, so darf aber dasjenige, was in gewissem Sinne auch göttlicher Leichnam ist, aber Leichnam auf einer höheren Stufe und im Mineralreich erstanden ist, von dem Menschen als das angesehen werden, was in der Form, in der Gestalt das ursprünglich gestaltlos-lebendige Göttliche spiegelt. Und in dem, was dann als die höheren Naturreiche hervorgebracht wird, wird eine weitere Spiegelung desjenigen gesehen, was ursprünglich als gestaltlos Göttliches vorhanden war. So darf der Mensch hinausschauen in die ganze Natur und darf fühlen von der Natur, daß diese außermenschliche Natur ein Spiegel des Göttlichen in der Welt ist.","text_trust":"verbatim","quote_safe":true,"title":"Erster Vortrag","site_heading":null,"date":"1923-09-27","location":null,"word_count":336,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-27/p013","alignment_confidence":null,"alignment_reason":null,"two_voice_volume":false,"translation_credit":null,"edition_coverage":{"de":["original"],"en":["English"]},"available_versions":[{"lang":"de","edition":"original","edition_basis":null,"is_original":true,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/de/ga/223/1923-09-27/p013"},{"lang":"en","edition":"English","edition_basis":null,"is_original":false,"is_default_edition":true,"url":"https://anthroposophy.ai/v1/steiner/en/ga/223/1923-09-27/p013","paragraph_aligned":true}],"record":{"record_type":"unknown","scope":"volume","note":"How this text was taken down (shorthand transcript, listeners' notes or manuscript) is not on record here. Unknown is not an assurance of a stenogram: check the edition's own notes before resting an argument on one word.","evidence":null,"evidence_translation":null,"evidence_source":null}}